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Unter “visueller Deep-Sky” versteht man im allgemeinen die direkte Beobachtung von Objekten außerhalb unseres Sonnensystems. Man unterscheidet dabei zwischen galaktischem DeepSky (Objekte
innerhalb unserer Milchstraße) und extragalaktischem DeepSky (Objekte außerhalb unserer Milchstraße):
Galaktischer Deep-Sky: - Einfache, Doppel- oder Mehrfachsterne (keine Veränderliche) - Offene Sternhaufen
- Kugelsternhaufen - Interstellare Staub- und Gasnebel (Emissions-, Reflexions- und Dunkelnebel) - Planetarische Nebel
Extragalaktischer Deep-Sky: - Galaxien und Galaxiehaufen
- Extragalaktische Objekte (Nebel, Sternhaufen etc. in Galaxien) - Quasare
Bei der visuellen Beobachtung dieser Objekte gilt es, den Eindruck festzuhalten, welchen der Beobachter beim direkten Blick durch das Okular
erlebt. Dies kann am Besten durch eine Skizze oder ausführliche Objektbeschreibung geschehen.
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Zeichnung und Fotografie liefern zwei vollkommen unterschiedliche Eindrücke. Eine Aufnahme kann weder die Zeichnung ersetzen, noch kann die Zeichnung die Aufnahme ersetzen. Zwar halten beide
Methoden einen bildlichen Eindruck der Objekte fest, jedoch auf unterschiedliche Weise: Bei der Astrofotografie sind oft Belichtungszeiten von mehr als einer halben Stunde nötig, um die äußerst lichtschwachen Nebel/Galaxien
auf Film (oder digital) abzubilden. Damit können aber auch Details zum Vorschein kommen, die dem Auge bei der visuellen Beobachtung für immer verborgen bleiben. Musterbeispiele für solche Langzeitbelichtungen sind z.B. die
Aufnahmen der irdischen Großobservatorien oder des Hubble Weltraumteleskops. Die Bilder sind zwar allesamt wunderbar anzusehen, liefern aber nicht annähernd den “Live”-Eindruck, wenn man selbst durch das Teleskop blickt. Zum
Beispiel ist das Farbensehen des menschliche Auges bei Nacht aufgrund der Zellstruktur bzw. -Anordnung der Sehsinneszellen auf der Netzhaut nur sehr schwach ausgeprägt (bekannter Spruch: “Nachts sind alle Katzen grau...”).
Somit bekommt man - wenn überhaupt - nur mit sehr großen Teleskopöffnungen (etwa ab 16”) einen farblichen Eindruck bei der Beobchtung von Nebeln oder anderen Deep-Sky-Objekten.
Den visuellen Eindruck kann man also nicht fotografisch, sondern nur zeichnerisch erfassen. Weiterhin bleibt eine Fotografie immer objektiv, während der visuelle Beobachter seinen subjektiven Eindruck in der Zeichnung
festhalten kann. Und dieser hängt nicht nur vom verwendeten Instrument oder den Beobachtungsbedingungen ab, sondern auch stark von der eigenen Erfahrung. Somit enthält jede Zeichnung auch etwas persönliches und individuelles.
Über die Frage, welche der beiden Methoden nun den wahren Eindruck liefert, könnte man sich aber streiten...
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